Heilerziehungspflege Ausbildung Voraussetzungen 2026

Sie möchten in die Heilerziehungspflege, helfen, begleiten, fördern. Gleichzeitig stehen Sie vielleicht vor einer typischen Hürde: Jede Schule scheint etwas anderes zu verlangen, jedes Bundesland hat eigene Regeln, und oft bleibt nach dem Lesen der Aufnahmebedingungen mehr Verwirrung als Klarheit.

Genau an diesem Punkt brauchen viele angehende Fachkräfte einen verlässlichen Überblick. Besonders wenn Sie schon aus einem pädagogischen oder sozialen Beruf kommen, möchten Sie nicht raten, sondern Ihren Weg sauber planen. Wer später in einem stabilen, wertschätzenden Umfeld arbeiten möchte, profitiert davon, die heilerziehungspflege ausbildung voraussetzungen von Anfang an richtig einzuordnen. Auch Fragen zur späteren beruflichen Perspektive und Vergütung spielen dabei oft früh eine Rolle. Einen ersten Einblick in typische Einkommensfragen im sozialen Bereich finden Sie bei P1 Pädagogik zum Verdienst in sozialen Berufen.

Inhaltsverzeichnis

Ihr Weg in die Heilerziehungspflege Ein Beruf mit Zukunft

Sie sitzen abends mit einer offenen Bewerbungsseite vor sich. Der Wunsch ist klar. Sie möchten mit Menschen arbeiten, Beziehung aufbauen und echte Teilhabe im Alltag möglich machen. Unklar ist nur der Weg dorthin. Reicht Ihr Abschluss? Zählt Ihr Praktikum? Und was gilt, wenn Sie nicht den klassischen Start mitbringen?

Genau an diesem Punkt steigen viele in die Heilerziehungspflege ein. Der Beruf verbindet pädagogisches Arbeiten, pflegerische Verantwortung und heilpädagogisches Fachwissen. Im Alltag heißt das: Sie unterstützen Menschen mit Behinderung nicht nur bei einzelnen Aufgaben, sondern begleiten Entwicklung, Kommunikation, Selbstbestimmung und soziale Teilhabe.

Der Einstieg wirkt oft komplizierter, als er ist. Das liegt vor allem daran, dass nicht jede Schule dieselben Regeln anwendet und jedes Bundesland eigene Vorgaben setzt. Für Bewerberinnen und Bewerber ist das ein bisschen wie bei unterschiedlichen Fahrplänen zum selben Ziel. Die Richtung bleibt gleich, aber die Haltestellen können sich unterscheiden.

Eine Person bringt einen Realschulabschluss und Erfahrung als Kinderpflegerin mit. Eine andere hat Abitur und ein längeres Praktikum gemacht. Eine dritte wechselt aus einem ganz anderen Beruf in den sozialen Bereich. Alle drei können gute Chancen haben. Entscheidend sind dabei oft früh der konkrete Bildungsweg, die anerkannte Praxiserfahrung und die Frage, wie die Wunschschule diese Nachweise einordnet.

Die gute Nachricht lautet: Sie müssen nicht alles auf einmal klären.

Hilfreich sind zuerst drei einfache Fragen. Haben Sie einen passenden Schulabschluss? Gibt es eine berufliche Vorbildung oder einschlägige Praxis, die angerechnet werden kann? Und liegen die Unterlagen vor, mit denen Sie Ihre persönliche Eignung belegen?

Wer die Voraussetzungen früh prüft, spart Zeit, Rückfragen und vermeidbare Absagen.

Gerade für Quereinsteiger ist dieser Blick wichtig. Viele bringen bereits Fähigkeiten mit, die in der Heilerziehungspflege zählen: Geduld, Beobachtungsvermögen, Verlässlichkeit, Erfahrung im Umgang mit Menschen und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Was noch fehlt, lässt sich oft gezielt ergänzen, wenn man die Anforderungen des eigenen Bundeslands früh kennt.

Deshalb lohnt sich der Beruf auch als langfristige Entscheidung. Heilerziehungspflege bietet einen stabilen Platz im sozialen Bereich, vielseitige Einsatzorte und gute Entwicklungsmöglichkeiten. Wer sich dabei auch für Perspektiven in verwandten sozialen Berufen interessiert, bekommt mit dem Überblick zum Gehalt in der Sozialpädagogik ein gutes Gefühl dafür, wie sich ein Berufseinstieg im sozialen Feld einordnen lässt.

Für viele ist die Ausbildung mehr als der nächste Schritt. Sie ist der Beginn einer Arbeit, die fachlich fordert, menschlich nah ist und langfristig Sinn stiftet. Mit einem Partner wie P1 Pädagogik wird aus diesem Weg kein Rätsel, sondern ein klarer Plan.

Die formalen Voraussetzungen zur Heilerziehungspflege Ausbildung

Die heilerziehungspflege ausbildung voraussetzungen lassen sich gut als drei Säulen verstehen. Wenn Sie diese Struktur im Kopf haben, werden auch lange Schulseiten und Aufnahmeordnungen deutlich leichter lesbar.

Infografik zeigt die drei Hauptvoraussetzungen für die Ausbildung zur Heilerziehungspflege: Schulabschluss, praktische Erfahrung und gesundheitliche Eignung.

Drei Säulen, die fast überall zählen

Erstens braucht es in der Regel einen mittleren Schulabschluss oder eine gleichwertige Qualifikation. Zweitens verlangen die Fachschulen meist eine einschlägige berufliche Vorbildung oder praktische Tätigkeit. Drittens müssen Sie Ihre persönliche und gesundheitliche Eignung mit typischen Unterlagen nachweisen.

Die rechtliche Grundlage ist wichtig, weil sie viele Missverständnisse auflöst. Die Ausbildung ist keine bundeseinheitlich geregelte duale Ausbildung, sondern ein landesrechtlich organisierter schulischer Bildungsgang. Deshalb unterscheiden sich die Anforderungen je nach Bundesland. Gleichzeitig gilt in der Regel: Ein mittlerer Schulabschluss wird verlangt, ergänzt durch eine abgeschlossene einschlägige Berufsausbildung oder mehrjährige praktische Tätigkeit, wie das Regierungspräsidium Baden-Württemberg zu den Aufnahmevoraussetzungen erläutert.

Warum Schulen diese Nachweise verlangen

Viele Bewerber empfinden die Unterlagen zunächst als bürokratisch. In der Praxis prüfen Schulen damit aber etwas sehr Sinnvolles. Sie möchten sehen, ob Sie den fachlichen Alltag realistisch einschätzen können und ob Sie auf die Verbindung von Betreuung, Pflege, Kommunikation und Dokumentation vorbereitet sind.

Typische Nachweise sind unter anderem:

  • Schulische Basis: Zeugnisse über Ihren mittleren Bildungsabschluss oder einen als gleichwertig anerkannten Abschluss.
  • Berufliche Eignung: Nachweise über eine einschlägige Ausbildung, praktische Tätigkeit, FSJ, BFD oder andere anerkannte Vorzeiten.
  • Gesundheit und Zuverlässigkeit: Ärztliches Attest, Führungszeugnis und je nach Schule Nachweise zu Impfungen.

Praktische Regel: Legen Sie sich für Ihre Bewerbung einen Ordner mit Zeugnissen, Praktikumsbescheinigungen, Tätigkeitsnachweisen und Identitätsdokumenten an. Das spart Zeit, wenn mehrere Schulen leicht unterschiedliche Unterlagen verlangen.

In Baden-Württemberg kommt noch ein Punkt hinzu, der häufig übersehen wird: Bewerberinnen und Bewerber müssen dort unter anderem eine Zusage einer Einrichtung für die fachpraktische Ausbildung vorlegen. Das zeigt, wie eng Schule und Praxis zusammengehören.

Wenn Sie Ihre Unterlagen sortieren und sich gezielt auf den Bewerbungsprozess vorbereiten möchten, hilft eine klare Checkliste. Dafür ist die Bewerbungsseite von P1 Pädagogik als Orientierung hilfreich, gerade wenn Sie Ihre bisherigen Qualifikationen strukturiert zusammenstellen möchten.

Vom Schulabschluss bis zur Praxiserfahrung

Auf dem Papier wirken Begriffe wie mittlerer Schulabschluss, einschlägige Praxis oder berufliche Vorbildung oft abstrakt. In der Realität geht es um eine sehr konkrete Frage: Haben Sie bereits bewiesen, dass Sie in einem sozialen oder pflegerischen Umfeld tragfähig handeln können?

Eine vielfältige Gruppe junger Menschen und ein älterer Mann unterhalten sich gemeinsam an einem Holztisch.

Was mit mittlerem Schulabschluss gemeint ist

Mit dem mittleren Schulabschluss ist in vielen Ländern der Realschulabschluss oder ein vergleichbarer Abschluss gemeint. Manche Schulen akzeptieren auch andere Bildungswege, wenn zusätzliche berufliche Qualifikationen vorliegen. Wer also keinen klassischen geraden Lebenslauf hat, ist nicht automatisch ausgeschlossen.

Wichtiger als die Bezeichnung auf dem Zeugnis ist oft die Gesamtkombination. Eine Schule prüft nicht nur Ihren Abschluss, sondern Ihr gesamtes Profil. Dazu gehören Schulbildung, berufliche Erfahrung, Praktika und manchmal auch die Art der bisherigen Tätigkeit.

Welche Praxis wirklich zählt

Die praktische Erfahrung ist kein Beiwerk. Sie ist ein zentrales Auswahlkriterium. In der praxisintegrierten Ausbildung werden Theorie und Praxiserfahrung bewusst eng verzahnt. Nach den Angaben des IFSB dient bereits eine 200-Stunden-Schwelle dazu, wichtige Soft Skills wie Beobachtungsgenauigkeit und Merkfähigkeit sichtbar zu machen. Dort heißt es auch, dass diese Fähigkeiten in 80 % der HEP-Tätigkeiten entscheidend sind und fehlende Praxiserfahrung mit einer 25 % höheren Ausbildungsabbruchquote korreliert, wie das IFSB zur Heilerziehungspflege und Praxiserfahrung beschreibt.

Das ist für Bewerberinnen und Bewerber besonders hilfreich, weil es eine häufige Unsicherheit auflöst. Es geht nicht darum, bereits alles perfekt zu können. Es geht darum, dass Sie schon einmal erlebt haben, wie anspruchsvoll Beziehungsarbeit, Beobachtung und alltagsnahe Unterstützung tatsächlich sind.

Typische Beispiele für relevante Praxis sind:

  • Vorberufliche Erfahrung: Tätigkeiten als Sozialassistentin, Kinderpfleger, Heilerziehungsassistentin oder in vergleichbaren Feldern.
  • Freiwilligendienste: FSJ oder BFD in Wohnformen, Kitas, Fördereinrichtungen oder Pflegekontexten.
  • Längere Praktika: Besonders dann wertvoll, wenn Sie Aufgaben nicht nur beobachtet, sondern aktiv mitgetragen haben.

Viele Schulen achten weniger auf klangvolle Stationsnamen als auf nachvollziehbare Tätigkeiten. Beschreiben Sie deshalb konkret, was Sie gemacht haben: Begleitung im Alltag, Unterstützung bei Gruppenangeboten, Beobachtung, Dokumentation, pflegerische Hilfen oder Zusammenarbeit im Team.

Ein häufiger Denkfehler lautet: „Mein Praktikum war zu klein, das zählt bestimmt nicht.“ Genau hier lohnt sich Genauigkeit. Wenn Sie Tätigkeiten und Stunden sauber belegen können, wird aus einer unsicher wirkenden Erfahrung oft ein belastbarer Nachweis.

Wer aus der Schulbegleitung oder angrenzenden Feldern kommt, kann die eigene Erfahrung oft besser einordnen, wenn er die Weiterbildungsmöglichkeiten für Schulbegleiter bei P1 Pädagogik betrachtet. Das hilft, die eigene Praxis fachlich zu übersetzen.

Föderalismus in der Praxis Unterschiede je Bundesland

Wenn Sie sich in mehreren Bundesländern informieren, fällt schnell auf: Es gibt nicht den einen Zugang in die Heilerziehungspflege. Es gibt mehrere Wege, und deren Details hängen stark vom Schulrecht des jeweiligen Landes ab.

Warum regionale Unterschiede so wichtig sind

Diese Unterschiede entscheiden oft über Ihre Bewerbungschancen. In Bayern regelt § 6 der Fachschulordnung die Zugangswege. In Nordrhein-Westfalen kann an einzelnen Schulen auch ein 3-jähriges Praktikum in der Behindertenhilfe eine formale Ausbildung ersetzen, wie ausbildung.de die regionalen Zugangswege beschreibt.

Für Sie bedeutet das ganz praktisch: Dieselbe Bewerbungsmappe kann in einem Bundesland als passend gelten und in einem anderen noch Nachweise erfordern. Darum ist es klug, nicht nur die Berufsbezeichnung zu lesen, sondern immer die konkrete Aufnahmeordnung Ihrer Wunschschule.

Vergleich der Zugangsvoraussetzungen Beispiele

Die folgende Übersicht zeigt typische Unterschiede. Sie ersetzt keine Schulberatung, schafft aber Orientierung.

Bundesland Regulärer Weg (Mittlerer Schulabschluss + …) Alternative für Abiturienten Besonderheit
Bayern häufig einschlägige berufliche Vorbildung nach den landesrechtlichen Regelungen oft Hochschul- oder Fachhochschulreife in Verbindung mit Praxisnachweisen § 6 FSO regelt die Zugangswege ausdrücklich
Nordrhein-Westfalen je nach Schule einschlägige Ausbildung oder anerkannte Berufspraxis je nach Schule Zugang über schulische Vorbildung plus Praxis an einzelnen Schulen kann ein 3-jähriges Praktikum in der Behindertenhilfe eine formale Ausbildung ersetzen
Baden-Württemberg mittlerer Bildungsabschluss plus mindestens eine angeleitete Praxis im Sozial- oder Gesundheitswesen schulischer höherer Abschluss kann den Zugang erleichtern, wenn Praxis vorhanden ist Zusage einer Praxiseinrichtung für die fachpraktische Ausbildung kann bereits bei der Bewerbung verlangt werden

Ein weiterer Punkt sorgt oft für Verwirrung: Manche Länder oder Schulen erkennen auch besondere Lebensleistungen an, etwa längere praktische Tätigkeit oder in Einzelfällen andere gleichwertige Erfahrungswege. Solche Regelungen wirken auf den ersten Blick unübersichtlich. Für Bewerberinnen und Bewerber mit nichtlinearem Lebenslauf können sie aber genau die entscheidende Tür öffnen.

Prüfen Sie nicht nur Ihr Wohnbundesland. Wenn Sie mobil sind, kann ein Nachbarbundesland bessere Chancen bieten, weil dort Ihre Vorbildung passender eingeordnet wird.

Viele Ablehnungen entstehen nicht wegen fehlender Eignung, sondern wegen unpassender Antragsstrategie. Wer gezielt vergleicht, erhöht seine Chancen deutlich, ohne an der eigenen Qualifikation etwas ändern zu müssen.

Kein klassischer Weg? Chancen für Quereinsteiger

Sie arbeiten seit Jahren in der Assistenz, in einer Wohngruppe, in der Pflegehilfe oder betreuen Angehörige. Dann sehen Sie eine Ausschreibung für die Heilerziehungspflege und fragen sich: Reicht mein Weg dafür überhaupt aus? Diese Frage ist berechtigt. Die gute Nachricht lautet: Gerade für Quereinsteiger gibt es oft mehr Zugänge, als auf den ersten Blick erkennbar ist.

Ein lächelnder junger Mann im Vordergrund vor verschwommenen Personen in einer sozialen Pflegeeinrichtung bei der Heilerziehungspflege.

Viele Schulen suchen keine perfekten Lebensläufe, sondern passende Vorerfahrungen. Ein Berufswechsel in die Heilerziehungspflege funktioniert oft wie ein Seitenwechsel auf demselben Spielfeld. Die Position ändert sich, aber wichtige Fähigkeiten sind schon da: Menschen begleiten, belastbar bleiben, im Team arbeiten, Grenzen erkennen und im Alltag verlässlich handeln.

Welche Erfahrungen wirklich zählen

Für Schulen und Träger ist weniger der frühere Jobtitel entscheidend als die Frage: Haben Sie bereits mit Menschen gearbeitet, begleitet, unterstützt oder Verantwortung übernommen?

Gut anschlussfähig sind zum Beispiel Erfahrungen aus:

  • Pflegehilfe oder persönlicher Assistenz
  • Betreuung in Wohnformen oder Tagesstrukturen
  • Arbeit mit Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen mit Unterstützungsbedarf
  • Familienphasen mit intensiver Sorgearbeit
  • Freizeitpädagogik, Schulbegleitung oder Alltagsbegleitung

Auch Bewerberinnen und Bewerber aus anderen Berufen können gute Chancen haben. Wichtig ist dann, dass der Wechsel nachvollziehbar wird. Wer etwa aus dem Einzelhandel, aus der Gastronomie oder aus einem Büroberuf kommt, sollte nicht nur die Motivation benennen, sondern konkrete Berührungspunkte zeigen. Das können ehrenamtliche Tätigkeiten, Praktika, ein Freiwilligendienst oder längere Betreuungserfahrung im privaten Umfeld sein.

So übersetzen Sie Ihren Lebenslauf in Ausbildungssprache

Viele Quereinsteiger scheitern nicht an ihrer Eignung, sondern an der Darstellung. Eine Schule prüft Ihren Werdegang wie ein Puzzle. Einzelne Teile wirken erst sinnvoll, wenn sie richtig benannt sind.

Hilfreich sind dabei drei Fragen:

  • Mit welcher Zielgruppe haben Sie gearbeitet? Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Menschen mit Behinderung, pflegebedürftige Personen
  • Welche Aufgaben hatten Sie konkret? Begleitung im Alltag, Kommunikation, pflegerische Unterstützung, Dokumentation, Gruppenangebote, Krisensituationen
  • Wie ist das belegt? Arbeitszeugnisse, Tätigkeitsnachweise, Praktikumsbescheinigungen, Ehrenamtsbestätigungen

Eine überzeugende Quereinsteiger-Bewerbung zeigt nicht nur Motivation. Sie macht bereits vorhandene Praxiserfahrung sichtbar und ordnet sie sauber dem Berufsbild der Heilerziehungspflege zu.

Ein kurzer Einblick in persönliche Motive und Berufswege kann zusätzlich helfen:

Regional denken. Dann steigt Ihre Chance deutlich.

Gerade für Quereinsteiger lohnt sich ein zweiter Blick auf den Ort der Ausbildung. Manche Bundesländer und Fachschulen werten Berufspraxis stärker, andere achten stärker auf den formalen Vorabschluss. Für Sie heißt das ganz praktisch: Derselbe Lebenslauf kann an Schule A abgelehnt und an Schule B als passend eingestuft werden.

Deshalb ist die beste Strategie oft nicht, eine einzige Schule anzuschreiben, sondern zwei bis fünf realistische Wege parallel zu prüfen. Wer den Berufswechsel klug plant, sollte auch ergänzende Qualifizierungsmöglichkeiten einbeziehen. Eine passende Orientierung finden Sie bei Weiterbildungen für pädagogische Fachkräfte, besonders wenn Sie Ihren Einstieg schrittweise aufbauen möchten.

Schreiben Sie Ihre Bewerbung deshalb klar und selbstbewusst. Benennen Sie, was Sie mitbringen, was Sie bereits praktisch können und warum der Wechsel in die Heilerziehungspflege für Sie keine spontane Idee ist, sondern der nächste stimmige Berufsschritt.

Von der Bewerbung bis zur Zusage

Sobald Ihre Zugangsvoraussetzungen grundsätzlich passen, entscheidet oft die Qualität Ihrer Bewerbung. Nicht selten scheitert ein guter Start an fehlenden Unterlagen, späten Anträgen oder einer unklaren Darstellung der Praxis.

Diese Unterlagen sollten Sie früh sammeln

Viele Fachschulen verlangen eine vollständige Mappe. Dazu gehören meist:

  • Anschreiben und Lebenslauf: Kurz, klar und auf den Bildungsgang bezogen.
  • Zeugnisse und Abschlüsse: Schulische und berufliche Nachweise, möglichst vollständig und gut lesbar.
  • Praxisbelege: Praktikumsbescheinigungen, Arbeitszeugnisse, Tätigkeitsnachweise.
  • Persönliche Nachweise: Ärztliches Attest, Führungszeugnis und je nach Schule weitere Unterlagen.

Wenn eine Schule eine Praxisstelle für die fachpraktische Ausbildung voraussetzt, sollten Sie diesen Punkt besonders früh angehen. Das kostet oft mehr Zeit als das eigentliche Schreiben der Bewerbung.

So vermeiden Sie typische Verzögerungen

Es hilft, den Prozess wie ein kleines Projekt zu behandeln. Legen Sie Fristen an, prüfen Sie jede Schule einzeln und notieren Sie, welche Unterlagen nur dort verlangt werden.

Eine pragmatische Reihenfolge ist oft sinnvoll:

  1. Schulwahl festlegen und Aufnahmebedingungen direkt auf der Schulwebsite prüfen.
  2. Praxisnachweise sortieren und gegebenenfalls Arbeitgeber um genauere Bescheinigungen bitten.
  3. Führungszeugnis und Attest rechtzeitig beantragen.
  4. Praxisstelle anfragen, falls die Schule eine Zusage verlangt.
  5. Bewerbung gegenlesen lassen, bevor Sie sie absenden.

Eine vollständige Bewerbung wirkt nicht nur ordentlich. Sie signalisiert auch, dass Sie mit Verantwortung und Struktur arbeiten können. Genau das ist in der Heilerziehungspflege gefragt.

Wenn Sie parallel schon an Ihre berufliche Perspektive denken, kann ein Blick auf Stellenangebote in der sozialen Arbeit bei P1 Pädagogik motivierend sein. Das zeigt, in welche Arbeitsfelder Ihre Qualifikation später führen kann.

Nach der Ausbildung Ihr starker Partner für den Berufseinstieg

Nach der Ausbildung beginnt der Teil, auf den viele während der Bewerbungsphase hinarbeiten: ein Berufseinstieg, der fachlich passt und gleichzeitig zu Ihrem Leben passt. Der Abschluss eröffnet Ihnen Tätigkeiten in Wohngruppen, Fördereinrichtungen, Kitas, Schulen und weiteren sozialen Arbeitsfeldern.

Was der Abschluss für Ihre Karriere bedeutet

Die Ausbildung ist anspruchsvoll, weil sie mehrere Kompetenzbereiche verbindet. Genau deshalb ist der Abschluss in Einrichtungen so wertvoll. Sie zeigen damit, dass Sie nicht nur begleiten möchten, sondern professionell begleiten können.

Viele Fachkräfte achten beim Berufseinstieg zunächst nur auf den Arbeitsplatz. Das ist verständlich, aber zu kurz gedacht. Wichtiger sind oft die Rahmenbedingungen dahinter: Einarbeitung, Planbarkeit, Teamkultur, Fortbildung und die Frage, ob Ihre fachliche Haltung ernst genommen wird.

Worauf Sie beim Berufseinstieg achten sollten

Achten Sie bei Ihrer ersten Stelle besonders auf diese Punkte:

  • Passende Einsatzfelder: Nicht jede Einrichtung passt zu jeder Fachkraft.
  • Verlässliche Bedingungen: Ein sicherer Vertrag und transparente Kommunikation entlasten spürbar.
  • Entwicklungsmöglichkeiten: Gute Arbeitgeber denken Ihre Fortbildung von Anfang an mit.
  • Mitbestimmung im Alltag: Ihre Präferenzen sollten bei Einsätzen und Aufgaben eine Rolle spielen.

Gerade im pädagogischen und sozialen Bereich lohnt es sich, einen Partner zu wählen, der Ihre Qualifikation versteht und Einsätze sorgfältig abstimmt. So vermeiden Sie Fehlstarts und gewinnen schneller Sicherheit im Beruf.


Wenn Sie Ihre nächsten Schritte in der Heilerziehungspflege planen oder nach der Ausbildung einen verlässlichen Einstieg suchen, lohnt sich der direkte Kontakt zu P1 Pädagogik. Dort können Sie sich unkompliziert informieren, passende Einsatzmöglichkeiten kennenlernen oder sich direkt bewerben. Für pädagogische Fachkräfte und angehende Spezialistinnen und Spezialisten im Sozialbereich ist das ein klarer Weg zu mehr Orientierung, fairen Bedingungen und einer beruflichen Zukunft mit Perspektive.

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